Trotz Wirtschaftskrise: Mehr Verbraucher können sich Immobilienerwerb vorstellen
Es sieht ganz danach aus, als ob sich die Unsicherheit der Verbraucher, die im Hinblick gegenüber der globalen Finanzkrise besteht, langsam aber sicher wieder legt. Immerhin können sich inzwischen wieder mehr Privatpersonen vorstellen, eine Immobilie zu kaufen bzw. ihren Traum von der eigenen Immobilie zu verwirklichen. Ebenso hat die Bereitschaft zugenommen, eine Finanzierung zur Erreichung dieses Ziels abzuschließen – dies geht zumindest aus dem aktuellen bzw. neu ermittelten „Stimmungsindex Baufinanzierung“ hervor.
Zuletzt hatten wir zu Beginn des Jahres über diesen Index berichtet. Er wird jeden zweiten Monat von der „comdirect bank“ ermittelt. Der Stimmungsindex Baufinanzierung informiert darüber, wie die privaten Verbraucher gegenwärtig über die Themen Immobilienerwerb und Baufinanzierung denken bzw. ob diese dazu bereit sind, eine Immobilie zu erwerben und ein Immobiliendarlehen aufzunehmen.
Im Januar ermittelte die comdirect bank in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforscher Forsa einen Indexstand von 96,7 Punkten. Dieser ist inzwischen auf 102,7 Punkte gestiegen. Konkret bedeutet dies, dass nicht ganz die Hälfte aller deutschen Verbraucher (48,4 Prozent) meint, jetzt sei ein guter Zeitpunkt, um einen Immobilienkauf oder ein Bauvorhaben zu finanzieren. Dies entspricht einem sehr deutlichen Anstieg. Im November, als die Finanzkrise in aller Munde lag, belief sich dieser Wert auf gerade einmal 32 Prozent.
Der Anteil derjenigen, die sich die Aufnahme eines Immobiliendarlehens zutrauen, hat ebenfalls in selbem Maße zugenommen. Für den deutschen Immobilienmarkt könnte dies einen leichten Aufschwung bedeuten, immerhin sind die Immobilienpreise in den meisten Regionen rückläufig. Ob die Anzahl der Käufe und Bauvorhaben tatsächlich zunehmen wird, lässt sich derzeit allerdings nur schwer schätzen.
