Unbekannt: das Berufsunfähigkeitsrisiko
Der Deutschen liebstes Spielzeug ist und bleibt das Auto. Ihrem fahrbaren Untersatz gönnen sie nur das Beste, inklusive einer perfekten Risiko-Absicherung. Geht es aber um die Gesundheit und die Fähigkeit, den Lebensunterhalt mit der eigenen Hände Arbeit zu verdienen, wird geschludert. Dessen sind sich die Bundesbürger durchaus bewusst. Allerdings schätzen sie die möglichen Konsequenzen davon, nicht oder nicht ausreichend gegen Berufsunfähigkeit versichert zu sein, vollkommen falsch ein. Diese Rückschlüsse lässt eine repräsentative Umfrage des Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) im Auftrag der Hannoverschen Leben zu.
In puncto Auto fühlen sich 77 Prozent gut und fast 50 Prozent der Deutschen sehr gut abgesichert. Auf die Frage, wie sie ihren Schutz bei Berufsunfähigkeit einschätzen, sackt die Quote merklich nach unten. „Nicht einmal jeder dritte Deutsche behauptet von sich, gut gegen das Risiko der Arbeitsunfähigkeit geschützt zu sein. Schlimmer noch: Mehr als jeder fünfte Bundesbürger gibt seinem Berufsunfähigkeitsschutz die Schulnote sechs, also ungenügend“, heißt es in der Pressemitteilung der Hannoverschen Leben. Den Grund für die Diskrepanz Auto zu eigener Absicherung sieht die Assekuranz in der Fehleinschätzung des Risikos. Ausgehend von den Umfragedaten trifft das aktuell auf 86 Prozent der Bundesbürger zu. Der Anteil bei den Teilzeitbeschäftigten liegt noch höher.
Hinter diesen Zahlen steckt, so die Versicherung, schlichtweg die Unwissenheit über das Berufsunfähigkeitsrisiko. Nur 50 Prozent derer, die noch keine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen haben, wagten eine Prognose über das eigene Risikopotenzial. Von den Umfrageteilnehmern, die bereits vorgesorgt haben, konnten nicht einmal 20 Prozent eine konkrete Zahl nennen. „Wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten zu können, wollen vor allem viele Menschen mit sitzenden Tätigkeiten nicht glauben“, erklärt die Hannoversche Leben und bringt Licht in das Dunkel: „Durchschnittlich 20 bis 30 Prozent werden im Laufe ihres Arbeitslebens dauernd oder vorübergehend erwerbsunfähig.“
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