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Donnerstag, Januar 22, 2009

Unfall mit ‘ner Wildsau

Wenn die Rotte die Straße kreuzt…

Wildunfälle sind während der “dunklen Monate” deutlich häufiger als viele Kraftfahrer annehmen. Bei einem solchen Unfall mit “Freiwild” richtig zu handeln, ist immer mal wieder eine Information wert. Denn meist geschieht der Unfall wie es ein Unfall so an sich hat - nämlich plötzlich: Wildsau oder Reh überqueren aus dem Waldrand heraus die Straße und die Gefahr ist perfekt.

Vom Umstand her sowohl schädlich, ärgerlich und auch noch gefährlich. Wenn was passiert ist, macht sich ein Handy nicht schlecht, mit dem möglichst bald die Polizei zu erreichen ist. “Volle Kanne” alle Lichter setzen - auch am Tag -, Warnblinker rein, Warndreieck aufstellen und die Warnweste anziehen, damit man auch gesehen wird, so die ersten Maßnahmen, sofern man selbst ohne Schaden zum Stehen kommen konnte.

Möglichst mit Jagdpächter

Experten aus dem Forstbetrieb halten drei Dinge für wichtig:
an die eigene Sicherheit denken und die Unfallstelle absichern;
dem Wild, das vielleicht die Flucht ergriff, nicht hinterher laufen und
die Stelle markieren, an der das Tier von der Straße verschwand.
Nicht praktikabel ist es, das Tier in den Kofferraum zu verfrachten, den der Betroffene darf das Tier nicht mitnehmen, weil das nun als Wilderei gelten würde.
Wer die Polizei informierte, dem hilft bald sicher der nächste Förster oder
der zuständige Jagdpächter.
Wer zahlt den “Wildschein-Braten”?

Ob nun auch das tote Tier von der Straße zu zerren ist, hängt von den Umständen ab; nicht jeder traut sich dies zu. Sich zu infizieren, besteht aber als Gefahr nicht. Größer ist das Risiko, selbst noch vom weiteren Verkehr nicht erkannt und erfasst zu werden.
Lebt das Tier noch, lasse man jedoch die Finger weg, denn das ist dann eine Angelegenheit für den gelernten Waidmann.
Wenn ‘s problemlos geht, stellen Polizei oder Forstamt eine Wildunfall-Bestätigung für den Anspruch an die Kaskoversicherung aus. Bei Haarwild wird erstattet; nicht aber bei Flugwild wie Fasan oder Ente. War es Reh, Wildsau oder Hirsch, wird die Reparatur in der Regel von der Versicherung reguliert.
Wer ohne Mobil-Telefon unterwegs war, der muss entweder einen anderen Verkehrsteilnehmer um Kontaktnahme bitten und über diesen genau sagen, wo der Unfall passiert ist. Schließlich kann auch ein Jagdhund zum Einsatz kommen, um das verletzte Tier zu finden.

Posted by wob. on 01/22 at 07:28 AM
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