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Montag, März 24, 2008

UNIQA Versicherungsgruppe mit Kooperation in Vereinigten Arabischen Emiraten

Eine gemeinsame Personenversicherung ist durch die österreichische Versicherungsgruppe UNIQA und den im Emirat Sharjah der Vereinigten Arabischen Emirate beheimateten Sachversicherer Al Buhaira Versicherung gegründet worden. Das neue Unternehmen „Takaful Al- Emarata“ wird den Sitz in Dubai haben und wird Kranken- und Lebensversicherungen offerieren, die islamischen Vorschriften genügen. Die UNIQA Group Austria ist zu 15% an dem Unternehmen beteiligt, Al Buhaira 20%, 10% gehen an führende Gründungsmitglieder und die restlichen 55% des Aktienkapitals des neuen Unternehmens werden durch ein IPO der Öffentlichkeit angeboten.

Laut Aussage des UNIQA Generaldirektor Doktor Konstantin Klien ist diese Kooperation ein Joint Venture wie aus dem Bilderbuch, wobei die spezifischen Stärken der einzelnen Partner sich optimal ergänzen in der Zusammenarbeit. UNIQA bietet Know-How aus den Gebieten Lebens- und Krankenversicherung, Al Buhaira hingegen bringt seine Marktkenntnis und im Verlauf der jahrelangen Tätigkeiten erworbenen Verbindungen in der Region ein. Al Buhaira hatte schon länger nach einem starken internationalen Partner mit der nötigen Expertise im Bereich Personenversicherung gesucht, da es sich heraus kristallisierte, dass eine Krankenversicherung für alle Expatriates, die 80% aller Arbeitnehmer stellen, in den Emiraten verpflichtend wird und es somit ein steigendes Potential für entsprechende Versicherungen gibt.

Durch dieses Joint-Venture ist es auch für österreichische UNIQA möglich, ihr Wissen bezüglich „islamischer Produkte“ auszubauen. Bereits jetzt gibt es viele Anfragen aus einzelnen der 20 Märkte aus Ost- und Südeuropa, in denen die UNIQA vertreten ist. In Europa leben ungefähr 16 Millionen Muslime, somit wird auch von einer steigenden Nachfrage nach solchen Produkten unabhängig von einer regionalen Expansion ausgegangen, da entsprechende Kundenschichten vorhanden sind.

Die neue Versicherung wird ihre Produkte als erstes in den Vereinigten Arabischen Emiraten anbieten, sollten sich die Erwartungen erfüllen, wird auch zu einer Expansion in andere Länder des Nahen Osten kommen, dabei wird sich jedoch auf die Regionen der GCC, der Gulf Cooperaion Council, und der MENA, Middle East and North Africa, als auch andere islamische Länder beschränkt.

Al Buhaira National Insurance ist eine der führenden Versicherungsgruppen der Region und steht für Verlässlichkeit und Qualität. 1978 wurde das Unternehmen auf Bitten des Herrschers des Emirates Sharjah gegründet. Seitdem offeriert es alle Sorten von Sachversicherungen und ist stetig gewachsen.

Spezielle Regelungen sind bei Versicherungen in der islamischen Welt zu beachten, die sich unter anderem mit dem Verbot von Zinsen und Wetten auseinander setzen müssen. Takaful, was soviel heißt wie „Garantie“ oder „Füreinander Bürgen“, werden diese Policen daher in der islamischen Welt genannt. Grundlage für diese bildet die Idee einer Gemeinschaft der Versicherten, die die Risiken splitten und sogar am Plus des Versicherungsunternehmens beteiligt werden. In einen Fond wird eingezahlt, die Versicherung kümmert sich um diesen und legt das Kapital nach islamischen Regeln an. Die Gewinne werden größtenteils nach Gebührenabzug ausgezahlt. 

Posted by Saskia on 03/24 at 04:41 PM
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