Unterschrift vom Teddy: Überweisungen mit zweifelhafter Signatur
Sie ist noch tagesaktuell - die Überweisung von Konto zu Konto. Jetzt aber berichtet der MDR, dass bei Überweisungen häufig die Unterschrift nicht geprüft würde. Bei einem Test seien auch kurios gewählte Signaturen wie ‘Pittiplatsch’ oder einfache Wellenlinien in der Auftraggeberzeile akzeptiert worden. Von 100 Überweisungen seien 95 mit Beträgen zwischen 5 und 50 Euro ausgeführt worden, ohne dass ein Verfügungsberechtigter unterschrieben hatte.
Auf die Vorwürfe räumte der Spitzenverband der deutschen Bankwirtschaft “Zentraler Kreditausschuss” ein, dass eine strengere Kontrolle erst bei höheren Beträgen erfolge, während darunter Stichproben gemacht würden. Es sei für die Banken eine Kostenfrage, Überweisungen exakt zu kontrollieren, so die Stellungnahme.
Für die Verbraucherzentrale Sachsen gilt jedoch, dass die Unterschrift auf einem Überweisungsträger die des Kunden sein müsse, um als Auftrag wirksam zu sein. Sei dies nicht der Fall, müsse die Bank den Betrag zurückbuchen. Um sich vor einem Missbrauch zu schützen, rät die VZ dazu, die Kontoauszüge regelmäßig und sorgfältig zu kontrollieren.
Nach Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) ist die Zahl der Fälle von Betrug bei Überweisungen und Kontoeröffnungen von 1999 bis 2007 von jährlich rund 3.000 auf rund 18.000 gestiegen. Im vergangenen Jahr entstand dadurch ein Schaden in Höhe von 51,3 Mio. Euro (1999: 13,2 Mio. Euro).
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