USA: Immobilien auf absolutem Tiefstpreis
In den vergangenen Tagen und Wochen wurde hier im Blog bereits mehrfach über den Immobilienmarkt in den USA berichtet. Es wurde aufgezeigt, wie viele Privathaushalte von der Hypothekenkrise betroffen sind und aufgrund des Zinsanstiegs ihre Immobilien nicht halten können: Offiziellen Angaben zufolge ist davon auszugehen, dass allein in diesem Jahr mehr als eine Million Immobilien in die Zwangsversteigerung gehen werden.
Doch wie das Nachrichten Magazin „Focus“ schreibt, ist die Anzahl der betroffenen Immobilieneigentümer sehr viel größer: Bereits im letzten Jahr sollen weitaus mehr als eine Million Objekte in den „Notverkauf“ gegangen sein, was bedeutet, dass sie entweder unter den Hammer gekommen sind, oder von den Banken direkt zum Verkauf angeboten wurden. Diesen Zahlen zufolge sollen weitaus mehr als zwei Millionen Objekte zum Verkauf stehen und dabei zu absoluten Tiefstpreisen angeboten werden. In einigen Regionen sind die Immobilienpreise um bis zu 40 Prozent gefallen.
Weil das Angebot an günstigen Immobilien größer denn je zuvor ist, gehen einige Immobilienmakler inzwischen dazu über, ganze Verkaufstouren mit dem Bus zu organisieren. Bei diesen Touren geht es darum, potentielle Käufer durch entsprechende Wohngegenden zu fahren und ihnen eine möglichst große Auswahl an günstigen Immobilien präsentieren. Potentielle Käufer werden also nicht mehr einzeln betreut – stattdessen werden sie allesamt in einen Bus gepackt und dann geht es los. Die Objekte werden immer nur vergleichsweise kurz besichtigt und dann geht es weiter. Gerade Investoren können hierbei richtige Schnäppchen machen: Ein Makler, der im Artikel des Focus rezitiert wurde, gab an, dass er im Durchschnitt zwei Immobilien pro Tour verkauft.
