USA: lasst uns für günstigeres Benzin beten
Es sind längst nicht nur die deutschen Autofahrer, die wegen des immensen Anstiegs der Kraftstoffpreise stöhnen. Erheblich stärker bekommen die Amerikaner den Preisanstieg zu spüren – aufgrund des starken Euros erleben wir in Deutschland einen spürbar abgefederten Preisanstieg. Derzeit kostet die Gallone Superbenzin rund vier Dollar, was einem Preis von etwa 70 Cent je Liter entspricht. Was für uns günstig erscheint, bereitet den Amerikanern große Probleme: Zunehmend mehr Haushalte haben das Problem, den Gürtel erheblich enger schnallen zu müssen, um ihre Autos betanken zu können. Denn auf den anderen Seite fahren die Amerikaner auch ganz andere Fahrzeuge: Die geräumigen und vor allem schweren Pick-Ups und SUVs sind nun einmal sehr sprithungrig.
Allerdings könnte sich das Straßenbild schon bald ändern. Zunehmend mehr Amerikaner sehen sich plötzlich nach sparsameren Fahrzeugen um. Plötzlich erleben Kleinfahrzeuge einen regelrechten Boom. Der einst verspottete Smart erfreut sich auf einmal einer immens hohen Beliebtheit: Kein Wunder, immerhin verbraucht er einen Bruchteil dessen an Kraftstoff, was ein Pick-Up benötigt. Der absolute Verkaufsschlager ist allerdings der Toyota Yaris: Die Absatzzahlen sind in den vergangenen Monaten immens gestiegen.
Doch der Kauf sparsamer Fahrzeuge verkörpert nicht die einzige Maßnahme, die von den Amerikanern getroffen wird, um mit der neuen Situation an den Tankstellen zurechtzukommen. Medienberichten zufolge sollen bereits zahlreiche Prediger dazu aufgerufen haben, gemeinsam für einen Rückgang des Benzinpreises zu beten. Was sich für viele von uns sehr lustig anhört, ist den Amerikanern sehr ernst. Es ist in der Tat so, dass sich zunehmend mehr Gemeinden versammeln, und für günstigeres Benzin beten. Ob die Gebete erhört werden, bleibt jedoch vorerst abzuwarten.
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