Verbraucherschützer: Bausparen ist für Anleger nur bedingt geeignet
Lange Zeit über galt das Bausparen als äußerst bieder. Doch die globale Finanzkrise hat die Bausparkassen und deren Finanzprodukte in ein ganz neues Licht gerückt: Seitdem die Krise auch in Deutschland angekommen ist, erfahrenen die Bausparkassen ein immenses Wachstum. Für zunehmend mehr Bausparer steht fest, dass sie ihre Ersparnisse lieber bei einer Bausparkasse anlegen. Dort erhalten sie zwar nicht unbedingt so hohe Zinsen wie es bei ausländischen Tagesgeldanbietern der Fall ist, doch im Gegenzug gelten die Anlagen als besonders sicher.
Dennoch ist der Bausparvertrag längst nicht für jedermann geeignet. Wie Verbraucherschützer gegenüber der „Welt online“ mitteilten, ist der Abschluss entsprechender Verträge nur bedingt zu empfehlen. Vor allem junge Menschen sollten sehr gut aufpassen und auch nach anderen Anlagemöglichkeiten Ausschau halten.
Über Aussagen dieser Art können sich die Bausparkassen natürlich alles andere als freuen. Immerhin zählen junge Menschen zu den wichtigsten Kunden der Institute. Gerade der Jugend wird vermittelt, dass sie mit Hilfe des Bausparvertrags in der Lage befindet, solide bzw. nachhaltig Vermögen zu bilden. Außerdem kann ein wichtiger Grundstein für den späteren Erwerb von Immobilieneigentum gelegt werden: Sobald ein Bausparvertrag zugeteilt wurde, steht ein Darlehen zum Abruf bereit.
Doch laut Meinung der Verbraucherschützer lassen sich junge Menschen beim Erwerb von Immobilieneigentümer immer länger Zeit. Zumeist wird der Abschluss entsprechender Verträge ausschließlich zur Geldanlage getätigt. Allerdings bieten sich bessere Anlagemöglichkeiten: Mit anderen Finanzprodukten lassen sich bessere Renditen bei gleicher Sicherheit erzielen. Deshalb sollten sich Bausparer, die ausschließlich eine Geldanlage tätigen möchten, sehr gut überlegen, ob das Bausparen wirklich die beste Lösung für sie ist.
