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Dienstag, März 18, 2008

Verbraucherschützer befürchten Beitragsanpassungen bei den Wohngebäudeversicherungen

„Emma“ wird den Versicherungen noch lange in Erinnerung bleiben und ihnen spätestens bei der nächsten Bilanz die Laune verhageln. Die Münchner Rück geht davon aus, dass das Orkantief einen Schaden von mehr als einer Milliarde Euro verursacht hat. Die kleine Schwester „Kirsten“, die uns nur als Sturm heimsuchte, war dagegen fast schon harmlos. Der Bund der Versicherten sieht auf die Verbraucher jetzt Preiserhöhungen zukommen, vor allem bei den Wohngebäudeversicherungen. Sie gelten seit Jahren als defizitär. Seinen Teil dazu beigetragen hat unter anderem „Kyrill“ mit einer Schadensbilanz von 2,4 Milliarden Euro, laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Auf die einzelnen Unternehmen aufgeteilt, hat „Emma“ bei der Allianz als größter Konzern für Schäden im Bereich von 100 bis 200 Millionen Euro gesorgt. Die HUK-Coburg kommt auf rund 15 Millionen Euro. Diese Kosten werden, vermuten die Verbraucherschützer, demnächst auf die Kunden umgelegt. Denn bei einer Schaden-Kosten-Quote, die bereits 2006 über dem magischen Wert von 100, genau bei 102,8 lag, arbeitet keines der Unternehmen profitabel. Wie sich die Quote in 2007 entwickelt hat, teilt der GDV erst Ende März mit. Auf rosige Zahlen hofft dabei keiner der Wohngebäudeversicherer.

Ob und wie sich die Orkane und Stürme auf die Beiträge auswirken, dazu halten sich die Unternehmen bedeckt. Eine Sprecherin der Allianz betonte, dass auch nach „Kyrill“ keine Erhöhungen stattgefunden hätten. „Aber wenn das so weitergeht, müssen wir mal gucken“, so Sabine Schaffrath. HUK-Coburg-Sprecher Holger Bendel wird da schon etwas konkreter. Derzeit zehre der Konzern noch von den Rücklagen, doch irgendwann ginge das nicht mehr. Zumal die Zahl der Unwetter zunehmen wird. In dem Punkt ist sich die Münchner Rück ziemlich sicher. Sie betreibt seit Jahren Klimaforschung.

Posted by Andre on 03/18 at 12:55 PM
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