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Montag, November 03, 2008

Verdirbt Geld den Charakter?

Verbraucher oder ‘Sparefroh’? 

Gold, Moneten, Asche, Schotter, Kies, Penunze, Kohle, Mammon oder einfach nur Bares - wenn es um Geld geht, wird von manchen manchmal übertrieben und andere halten einfach nur den Mund. Wie aber ließe die Soziologie sich darauf ein, die Geldtypen zu beschreiben? Macht Geld leidenschaftlich oder eher nur knauserig? Verführt Geld oder macht es einfach nur sexy…??

Geld schafft Ambitionen

Die persönliche Finanzen stehen beim Ambitionierten an erster Stelle. Er ist gut informiert und bereit Risiken einzugehen. Geld hat für ihn einen positiven Stellenwert, Geld ist sein Gradmesser für Erfolg und dient ihm als Selbstbestätigung.

Geld schafft Souveränität

Der Souveräne hat vom erstmals erlebten Weltspartag gelernt, sich mit Finanzen zu beschäftigen - zur Sicherung von Existenz und Wohlstand. Der Umgang mit Geld ist ihm selbstverständlich und sichert ihm einen unabhängigen Lebensstil.

Geld birgt Sicherheit

Der Sicherheitsbewusste ist den Themen mit Geld aufgeschlossen, er ist materiell gut gestellt und er legt Wert darauf, sein Vermögen zu vergrößern. Schlagzeilen zu Finanzen werden meist tagesaktuell gelesen. Sein Anspruch nach Sicherheit lässt indes nur konservative Anlageformen wie Sparbuch und Bausparvertrag zu.

Geld macht bescheiden

Der Bescheidene markiert für sich den Typus mit Sparer-Mentalität. Er verhält sich vorsichtig und sorgt prozentual vom monatlichen Einkommen vor. Ihm und den Seinen genügen die Eigentumswohnung oder das Reihenhäuschen sowie aufeinander folgende Sparverträge.

Pragmatik und Geld

Der Zweckorientierte weiß zwar um sein Geld, doch stellt es für ihn keinen Wert an sich dar. Es ist Mittel zum Zweck. Für sich und die Seinen privat vorzusorgen, erledigt er nur unter äußerem Zwang. Grundsätzlich lehnt er Geldgeschäfte distanziert ab und spricht auch nicht gerne darüber.

Mach du das!

Wer beim Thema Geld eher nur delegiert, der ist zwar sensibilisiert, doch verlässt er sich gerne auf andere aus seiner privat-familiären Sphäre. Dem Lebenspartner kommen deshalb die eigentlichen Aufgaben zu, der dann nachträglich informiert, wenn von ihm finanzielle Entscheidungen getroffen sind.

Geld beruhigt!

Der Sorglose setzt sich eher lasch statt konstruktiv mit seinen privaten Finanzen auseinander. Er lebt heute und konsumiert. Vorsorge fürs Alter ist eher nachrangig, weil die monatliche Einkünfte meist keinen finanziellen Spielraum lassen. Warum also den Lebensstil noch weiter beschränken?

Geld schafft Kummer

Wer Geldangelegenheiten ignoriert und das Thema rundweg ablehnt, der hat wohl schon resigniert. Er zählt sich zum Prekariat, weil keine Spielräume gegeben sind. Wenn’s klappt, lebt er auf Pump. Das aber frustriert, stumpft ab und verstellt den Blick auf gelegentliche Chancen.

Posted by wob. on 11/03 at 06:21 AM
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