Versicherer erhalten Vertrauensnote drei
Die Bundesbürger geben den Versicherungsunternehmen im Schnitt nur die Vertrauensnote drei. Aus ihrer Sicht hapert es aktuell noch zu sehr am Beschwerdemanagement der Assekuranzen. Dabei sind gerade die Erfahrungen in Beschwerdesituationen für 40 Prozent der Deutschen das ausschlaggebende Kriterium und entscheiden darüber, ob der Kunde bereit ist, sich länger an ein Unternehmen zu binden. Das geht aus der Studie „Wie Versicherungen in Vertrauen investieren sollten“ hervor, die vom IMWF Institut für Management und Wirtschaftsforschung veröffentlicht wurde.
„Die große Mehrheit der Befragten wünscht sich ein deutlich besseres Kundenerlebnis, wenn Sie mit Kritik auf den eigenen Versicherer zugeht“, erklärt das IMWF in einer Pressemitteilung. Mit der Versicherungsleistung sind die Kunden im konkreten Schadenfall hingegen überwiegend sehr zufrieden. In dieser Hinsicht bewerten die Deutschen die Unternehmen um 20 Prozent besser als das durchschnittliche Leistungsangebot. Gegliedert nach Sparten, die als besonders vertrauenswürdig eingestuft wurden, hält das Umfrageergebnis eine kleine Überraschung bereit. Die Kfz-Versicherung liegt mit 64 Prozent ganz weit vorne, obwohl es sich hier um den Bereich mit den meisten Schadensfällen handelt. Abgeschlagen mit 33 Prozent ist die Berufsunfähigkeitsversicherung.
Freuen dürfen sich die Unternehmen, die im Rahmen der Studie von den Versicherungskunden als Klassenbeste ausgezeichnet wurden und damit das größte Vertrauen genießen. Platz eins geht an die Debeka mit der Schulnote 1,56, gefolgt von der Württembergische Versicherung (1,79), der DEVK (1,81), der HUK-Coburg (1,93) und der Provinzial (1,94). Auf den weiteren Rängen sind die Zurich Versicherung (2,00), die R+V Versicherung (2,03), die Allianz (2,07), die HDI (2,17), AXA (2,17), Aachener & Münchener (2,22) und Generali (2,27). Befragt wurden insgesamt 1.066 Bundesbürger.
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