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Freitag, März 19, 2010

Versicherer ziehen positive Bilanz für 2009

Rolf-Peter Hoenen, Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), zieht für die vergangenen zwölf Monate eine durchweg positive Bilanz: „Wir haben im außerordentlich schwierigen Jahr 2009 Substanz und Stabilität bewiesen“. Untermauert wird diese Aussage mit handfesten Zahlen: Trotz Krise erwirtschafteten die Unternehmen ein Plus von 4,1 Prozent bei den Beitragseinnahmen. Sie stiegen auf 171 Milliarden Euro. Das beweist, dass die Deutschen auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten nicht am Versicherungsschutz sparen.

Viele haben ihr Portfolio sogar aufgestockt, wie der Bereich Berufsunfähigkeitsversicherung belegt, in dem 17 Prozent mehr Verträge abgeschlossen wurden. Der Vorsitzende des GDV-Ausschusses Lebensversicherung, Maximilian Zimmer, zeigt sich über diesen Trend erfreut: „Das zeigt, dass immer mehr Menschen erkennen, wie wichtig die Absicherung von Basisrisiken ist“. Sicherheit ist auch bei der privaten Altersvorsorge gefragt. Zwar unterschrieben die Deutschen 25 Prozent weniger Verträge für eine Riester-Rente als 2008. Der Bestand wuchs dennoch um 7,7 Prozent. Die gesamte Sparte Lebensversicherung verbuchte ein Plus von 6,6 Prozent auf 81,4 Milliarden Euro.

Etwas schwächer, wenngleich positiv, entwickelte sich die private Krankenversicherung. Hier steht ein Beitragsplus von 3,8 Prozent auf 31,5 Milliarden Euro zu Buche. Zu verdanken ist das unter anderem den 100.000 neuen Vollversicherten in der PKV und 730.000 Verträgen über eine Krankenzusatzversicherung. Sorgen macht sich der Gesamtverband bei den Sparten Schaden und Unfall. Der Gewinn brach um eine Milliarde Euro ein. Hinzu kommt, dass der Winter mit Sturmtief Xnthia kräftig zugeschlagen hat: 40.000 Fahrzeuge und eine halbe Millionen Gebäude wurden beschädigt, der Dauerfrost tat sein Übriges. „Der langanhaltende Winter hat vielen Menschen die Bedeutung von Versicherungsschutz wieder aktuell vor Augen geführt“, so Hoenen.

Verärgert zeigt sich der GDV-Präsident über die Idee der Bundesregierung, auch von den Versicherungsunternehmen eine Sonderabgabe zu verlangen wie sie für Banken geplant ist. Von den Assekuranzen seien keine Staatshilfen in Anspruch genommen worden, stellte Rolf-Peter Hoenen klar. „Deutsche Versicherer zur Mitfinanzierung einer Krise heranzuziehen, die sie weder verursacht noch verstärkt haben“ bezeichnete er daher als „absurd“.

Posted by Andre on 03/19 at 09:05 AM
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