Versicherung gegen den Terror
Der 11. September 2001 hat die Welt erschüttert. Der terroristische Anschlag mit mehr als 3000 Opfern hatte allerdings auch zur Folge, dass Schäden durch derartige Übergriffe und Attentate von deutschen Versicherungen nicht mehr abgedeckt werden, wenn sie die 25 Millionen-Euro-Grenze überschreiten. Die Konsequenz daraus war die Gründung der Extremus AG, an der 16 Versicherer beteiligt sind.
Sie ist spezialisiert auf die Absicherung von Terroranschlägen. Derzeit erlebt sie einen wahren Kundenandrang, zumal die Behörden in der Bundesrepublik vor weniger als einem Monat bei einem geplanten Anschlag noch rechtzeitig eingreifen und Schlimmeres verhindern konnten. Zum Jahresende hat die Extremus-Versicherung 20 neue Großkunden gewinnen können und 50 in der Warteschleife. Einzige Voraussetzung, auch für private Interessenten, ist ein Schutz von mindestens 25 Millionen Euro. Derzeit kommt die Kundschaft, immerhin schon 1200, in erster Linie aus dem Bereich Flughäfen und Immobilien. Die Spezialpolicen der Extremus AG sind gefragt, auch wenn sie Personenschäden nicht abdecken.
Der Bund beteiligt sich bei größeren Anschlägen mit über acht Milliarden Euro. Sicher ist die Hilfe nicht. Sie muss Ende des Jahres erneut verhandelt werden. Die Kritik vom Deutschen Versicherungs-Schutzverband (DVS) ließ nicht lange auf sich warten: Die Staatsgarantie müsse erhalten bleiben. Auf der anderen Seite spricht das Finanzministerium nur von einer Übergangslösung.
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