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Mittwoch, Februar 22, 2006

Versicherungen machen Kredite teuer

Niedrige Zinssätze in der Werbung für Ratenkredite lassen auch größere Anschaffungen ganz leicht erscheinen: Einfach ein Darlehen aufnehmen, Wünsche erfüllen und die Kreditsumme dann in kleinen Raten zurückzahlen. Soweit die Theorie – in der Praxis werden die vermeintlich günstigen Konsumentenkredite durch allerlei Tricks extrem verteuert.

Das beginnt bereits damit, dass in der Werbung nicht der effektive Jahreszins in den Mittelpunkt gestellt wird. Nur dieser Satz sagt jedoch wirklich etwas über die Kosten des Kredites aus, da er auch alle Bearbeitungsgebühren beinhaltet. Weitaus problematischer ist jedoch die Tatsache, dass den Kunden in Verbindung mit dem Kredit oftmals teure Versicherungen verkauft werden. Dabei wird suggeriert, der Abschluss einer Restschuldversicherung sei Voraussetzung für die Bewilligung des Darlehens. Eine solche Versicherung soll die Ratenzahlungen bei Arbeitslosigkeit oder Tod des Versicherten übernehmen. Eine Verquickung mit der Kreditentscheidung ist jedoch nicht zulässig.

Zudem sind derartige Versicherungen für viele Kunden überflüssig, weil sie beispielsweise mit einer Lebensversicherung bereits ausreichend abgesichert sind. Um den Kredit zu bekommen, unterschreiben viele Verbraucher dennoch – und verteuern damit faktisch ihren Kredit. Denn die Kosten für die Versicherung müssen ehrlicherweise in den Effektivzins eingerechnet werden. Und der kann auf diese Weise schnell zwei oder drei Mal so hoch liegen wie in der Werbung.

Posted by Stephan on 02/22 at 01:42 PM
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