Versicherungsschutz geht vor Vermögensaufbau
Versichern heißt, sich gegen jedwedes Risiko und die Folgen zu schützen. Für junge Familien sollte diese Art der Vorsorge an ganz oben auf der Liste stehen. Erst, wenn die Risikoabsicherung komplett ist, folgt im zweiten Schritt die finanzielle Vorsorge für das Alter, sprich der Vermögensaufbau. Dazu raten Verbraucherschützer und geben gleichzeitig Tipps, welche Versicherungen sinnvoll sind.
Der optimale Versicherungsschutz fußt demnach auf dem GAU-Prinzip, das vom „größten anzunehmenden Unfall“ ausgeht. Das sind, unabhängig davon, ob junge Familie oder Single, die Bereiche Krankheit respektive Gesundheit, Haftpflicht, Tod und Invalidität. Das heißt, neben der Krankenversicherung gehört die private Haftpflichtversicherung auf jeden Fall mit in den Versicherungsordner. Die Haftpflichtversicherung, die oftmals gar nicht besteht, bietet den wichtigsten Schutz. Für die finanzielle Absicherung der Familie im Todesfall setzt die Verbraucherzentrale bei Familien und Alleinerziehenden auf eine Risikolebensversicherung. Im Unterschied zur Kapitallebensversicherung wird hier nicht angelegt und versichert, sondern steht einzig der Versicherungsschutz im Vordergrund. Das macht die Police erheblich günstiger. Als weitere Basics werden die Berufsunfähigkeitsversicherung und die Unfallversicherung besonders für Kinder genannt.
Auf eine Aussteuer- oder Ausbildungsversicherung hingegen sollte man besser verzichten. Denn sie koppeln die Absicherung an einen Sparplan, der nur eine mäßige Rendite verspricht. Für diese Zwecke gebe es weitaus bessere Sparformen, mit denen vorgesorgt werden könne. Bei jungen Familien sind es drei Varianten, die von den Experten befürwortet werden. Einerseits ist es das Tagesgeldkonto, andererseits sind es Investmentfonds, die auf lange Sicht die besten Zinsgewinne versprechen. Nicht außer Acht gelassen werden darf die Riester-Rente, da sie staatlich gefördert wird.
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