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Dienstag, September 16, 2008

Versicherungsschutz: Wieviel braucht der Mensch?

“Das Leben bietet viel, aber verspricht nichts!” - Nach dieser asiatischen Weisheit kann es dann doch sein, dass sich auch Unglück, Schaden oder ein Unfall einstellt. Besser zwar, es ist anders, doch die allgemeinen Lebensrisiken sind bei jedem Einzelnen auf irgendeine Weise gegeben.

Das Risiko zu versichern, dass Glas bricht oder das Handy “futsch geht”, gilt als überflüssig. Doch ein Vermögensanspruch von Geschädigten an deren Sachen oder Person sowie die eigene Berufsunfähigkeit sind Risiken, die es zu schützen gilt.
Die Pflicht, ein Auto zu versichern, ist so klar wie die obligate Krankenversicherung für Angestellte. Mit weiteren 2000 Euro im Schnitt zahlt jeder Deutsche allerdings über diese Pflichten hinaus. Da kann dann schon eine eher unnötige Versicherung mit dabei sein.

Als wichtige Versicherung gilt in jedem Fall die private Haftpflicht, auch wenn es nicht so sehr um Schäden im Bekanntenkreis geht, die einem widerfahren können - hier fehlt oft der schadensgeneigte Umstand -, viel eher geht es um Fahrlässigkeit des Schädigers an Fremden, die als Schaden auszugleichen ist.

Berufshaftpflicht für den Lehrer

Die private Haftpflicht, die auch um berufliche Risiken (hier zum Beispiel die Lehrer-Haftpflicht) ergänzt werden kann, ist schon ab etwa 60 Euro Prämie im Jahr zu haben. Wer mit in der häuslichen Gemeinschaft wohnt, ist meist auch mitversichert.
Haben auch nur zwei von drei erwachsenen Deutschen eine Haftpflicht, gilt für viele von ihnen, dass alte Verträge inzwischen zu niedrige Deckungssummen ausweisen. Zu empfehlen sind zwei Millionen Euro für Personenschäden sowie eine Million Euro für Sachschäden.

Meist in der Haftpflichtversicherung der Eltern mit drin sind bis zu einem bestimmten Alter oder bis zum Ende der Ausbildung Studenten und Azubis. Wohnen die jedoch an anderem Ort, ist die Deckung beim Versicherer abzuklären.
Bescheidener eigener Hausrat des jungen Menschen ist je nach Versicherung der Eltern auch über diese versichert, wogegen sich die separate Hausratversicherung bei “Studentenbuden” eher nicht lohnt.
Viel eher gilt die Berufsunfähigkeit als hohes Risiko, wofür die Prämien dann noch günstig sind, wenn man bei Vertragsabschluss jung und gesund ist.
Wer sich regelmäßig und für längere Zeit im Ausland aufhält, sollte dafür seinen Krankenschutz anpassen.

Nicht-kapitalisierte “Risiko-Leben”

Für Familien ist Schutz gegen Haftpflicht, Berufsunfähigkeit und frühen Tod des hauptsächlich Unterhaltspflichtigen eigentlich zwingend. Ist Wohneigentum gegeben, sollte auch die nicht-kapitalisierte “Risiko-Leben” und eine Wohngebäudeversicherung abgeschlossen werden. Für Eltern, die wegen ihres persönlichen Status eine Berufsunfähigkeit nicht versichern können, ist eine private Unfallversicherung empfehlenswert.
Ist auch das Risiko der Erwerbsunfähigkeit bei Rentner nicht mehr gegeben, sollten sie auf eine Unfallversicherung genauso wenig verzichten wie auf eine Haftpflichtversicherung. Viel reisende Rentner sollten dann auch bei Reisen ins Ausland zusätzlich krankenversichert sein.

Rang zwei für den Beruf

Markant für alle, die in der Ausbildung oder berufstätig sind ist das Risiko der frühen Erwerbsunfähigkeit. Denn aus der Rentenkasse kann es höchstens 38 Prozent des letzten Bruttoeinkommens geben, wenn jemand wegen Krankheit oder eines Unfall seine Arbeitsfähigkeit verliert.
Für Jahrgänge ab 1961 hat der Gesetzgeber die staatliche Berufsunfähigkeitsrente faktisch abgeschafft und durch eine zweistufige Erwerbsminderungsrente ersetzt, die aber die Leistungen der früheren gesetzlichen BU erreicht.“

Als Sach- oder Schadensversicherung tritt die “Hausrat” auf, mit der gegen Einbruch/Diebstahl, Vandalismus, Brand oder Sturm versichert wird.
Größter Fehler hier: neun von 10 Personen bestimmen ihren Bedarf falsch.
Denn auch die Maßgabe „Wohnfläche mal 650 Euro“ wird nur dann zur richtigen Deckungssumme, wenn nicht auch die kleine Penthouse-Wohnung bei hoher Ausstattung so berechnet wird. Eine Tabelle zur Wertermittlung gibt es etwa beim Bund der Versicherten.

 

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