Advanced Search

Mai 2012
S M T W T F S
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31    

Syndication


Partnerseiten
Impressum
Kontakt
Sitemap
AGB

Montag, Februar 04, 2008

Verteuerung von Medikamenten

In Zukunft sollen Zuzahlungen für neue, kostspieligere Medikamente stärker kontrolliert werden, so dass Patienten höhere Zuzahlungen zu erwarten haben. Peter Sawicki, Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, meint, dass auch die herkömmlichen und preiswerteren Arzneimittel, die vielleicht auch leicht schlechter abschneiden, ausgewählt werden können. Nach der Empfehlung für künftige Kosten-Nutzen Bewertungen für Arzneimittel, welche durch das Institut nun dem Gesetzgeber vorlegt worden ist, muss die gesetzliche Krankenversicherung nur dann die Kosten für neue Medikamente und Therapien gänzlich übernehmen, sofern diese alternativen Mittel deutlich besser sind als herkömmliche.

Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie, BPI, kritisierte den Vorschlag Sawackis. Eine derartige Umsetzung würde bedeuten, dass nur solche Arzneimittel, die eine sofortige und beachtlich bessere Wirksamkeit aufwiesen, noch anerkannt werden, während die Medikamente, die “hinsichtlich ihrer Wirksamkeit oder weniger Nebenwirkungen” auch wichtig seien, nicht mehr erstattet werden würden. Florian Lanz, Sprecher des zuständigen Bundesverbands der Betriebskrankenkassen bewertet den Vorschlag “unter Vorbehalt” positiv. Auch wenn es entscheidend ist, die Kassenbudgets nicht mehr mit Schein-Innovationen zu beschweren, so müsse die sinnvolle Patientenversorgung immer vorrangig sein.

Sollte es einen Entscheid der Hersteller dafür geben, dass die Preise der neuen, jedoch nicht deutlich wirksameren Mittel gesenkt werden, dann könnten die Krankenkassen ebenfalls die Kostenübernahme dieser Medikamente in Betrachtung ziehen, so Sawacki. In der Debatte um die Medikamentenpreiserhöhung beschuldigen Kritiker der Pharmaindustrie, dass diese scheinbare Innovationen entwickelt, damit Kostenerhöhung der Arzneimittel zulasten des Beitragszahlers auch gerechtfertigt wird. Die Pharmaindustrie jedoch verknüpft ihre Preiserhöhungen beispielsweise an die hohen Forschungsaufwendungen. Experten sehen wenig wahre Innovationen in der Branche. Diese wären bei verbreiteten Volkskrankheiten hilfreich, außerdem locken in diesem Bereich lukrative Patente. Beschwerden, die überwiegend in Entwicklungsländern verbreitet sind oder nur selten vorfallen, sind dagegen kaum profitabel.

Posted by Saskia on 02/04 at 02:23 AM
Gesundheit • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink
Page 1 of 1 pages

Name:

Email: (optional)

URL: (optional)

Smileys

Persönliche Daten merken

Bei Folge-Kommentaren benachrichtigen?