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Mittwoch, September 28, 2011

Vertrauen in Vorsorgeberater wächst

Die private Altersvorsorge sollte man nicht dem Zufall überlassen: Eine auf die individuellen Lebensumstände abgestimmte Beratung bildet nach wie vor die solideste Basis. Doch wem kann man noch vertrauen? Diese Frage stellte die Heidelberger Lebensversicherung AG im Rahmen einer repräsentativen Studie der GfK Marktforschung. Das Ergebnis: Die meisten Bundesbürger setzen auf professionelle Hilfe, wenn es um Renten- und Lebensversicherungen geht. 46,3 Prozent wenden sich an den Berater der Bank oder Sparkasse (plus 3,0 Prozent), 45,7 Prozent an unabhängige Finanz- und Versicherungsmakler (plus 5,4 Prozent).

Deutlich nachgelassen hat das Vertrauen in die Tipps von Freunden und Bekannten. Sie standen im vergangenen Jahr noch unangefochten auf dem ersten Platz und rutschten jetzt um 6,3 Prozentpunkte auf einen Wert von 38,5 Prozent und damit den dritten Rang. Ähnlich erging es den Ratschlägen von Verwandten - auch hier scheint die Vertrauensbasis zu bröckeln. Nur noch 24,7 Prozent der Befragten würden innerhalb der Verwandtschaft um Hilfe bitten (minus 5,5 Prozent). Thomas Bahr, Vorstandsvorsitzender der Heidelberger Leben, sieht darin ein positives Ergebnis: „Es zeigt, dass das Vertrauen in Vorsorgeberater wieder steigt. Mit transparenter und individueller Beratung, bei der die jeweilige Situation der Kunden sowie seine Wünsche und Ziele offen besprochen und berücksichtigt werden, kann das Vertrauen weiter gefestigt werden.“

Geht es um Informationen zur privaten Altersvorsorge, ob nun Riester-Rente, Rürup-Policen oder Renten-Verträge, haben die klassischen Medien leicht an Boden verloren. Nur noch jeder Fünfte (19,7 Prozent, minus 0,3 Prozentpunkte) informiert sich auf diesem Weg. Das Internet bzw. das Web 2.0 liegen bereits bei 27 Prozent – wobei es hier große Unterschiede in den einzelnen Altersklassen gibt. Die Quote bei den über 40-Jährigen beträgt 19,8 Prozent, bei den unter 40-Jährigen sind es immerhin 41,3 Prozent. Für die Branche heißt das, so Bahr: „Das ist eine Entwicklung, die Finanzdienstleister im Auge haben müssen. Sie sind gefordert, ihre Kommunikation auf die Mediengewohnheiten ihrer jeweiligen Zielgruppe zu prüfen und je nach Bedarf und Ansprache auszurichten.“

Posted by Andre on 09/28 at 09:37 AM
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