Verzinsung von Lebensversicherungen bleibt weitgehend konstant
Mit der AXA informierte jetzt die nächste Lebensversicherung darüber, dass ihre Überschussbeteiligung 2009 unverändert bleiben wird – trotz Finanzkrise. Kunden erhalten demnach, abhängig vom Vertrag, 3,5 bis 4,0 Prozent Garantieverzinsung und Zinsüberschuss. Inklusive des Kostenüberschuss- und Schlussgewinnanteils von bis zu 0,3 bzw. 0,5 Prozent stehen als Gesamtverzinsung bis zu 4,8 Prozent unter dem Strich. „AXA Kunden profitieren damit von der Verlässlichkeit und Konstanz eines starken Partners“, heißt es dazu in der Pressemitteilung.
Bislang halten es die meisten Unternehmen der Branche wie die AXA und zuvor schon die Allianz: Sie belassen die Verzinsung auch im kommenden Jahr auf aktuellem Niveau. Wie das VersicherungsJournal ermittelt hat, senkten bislang lediglich elf von 51 Assekuranzen die Überschussbeteiligung. Dabei reicht die Spanne von 0,1 Prozent bei der Victoria bis hin zu 0,55 Prozent bei der Provinzial Rheinland. Im Schnitt sind es 0,25 Prozent, die von diesen elf Lebensversicherern weniger gezahlt werden. Darunter ist auch die Europa, die trotz einer um 0,4 Prozentpunkten nach unten korrigierten Überschussbeteiligung auf eine Verzinsung von 5,0 Prozent kommt.
Damit liegt die Europa aktuell an der Spitze, vor Forits, CiV, Debeka, LVM, Asstel, Continentale und Deutschem Ring. Die durchschnittliche Verzinsung von Lebensversicherungen hat sich für das kommende Jahr bei 4,28 Prozent eingependelt und liegt damit nur minimal unter dem Ergebnis von 2008, als es noch 4,33 Prozent waren. Diese Werte könnten sich noch leicht ändern, sobald zwei der größten Lebensversicherer, die AachenMünchener und die Zurich, ihre Zinsstrategie bekannt geben. Branchenführer mit 17 Prozent Marktanteil ist die Allianz. Sie bietet für 2009 eine laufende Verzinsung von 4,5 Prozent, was derzeit dem zwölften Platz entspricht, den sich das Unternehmen unter anderem mit der Gothaer teilt.
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