Viele PKV-Versicherer werden die Beiträge erhöhen
Im nächsten Jahr wird es nicht nur für die Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung teurer. Auch zahlreiche Privatpatienten werden Beitragserhöhungen durch ihre Versicherer in Kauf nehmen müssen. Etlichen Versicherern bleibt keine andere Wahl, als ab Januar höhere Beiträge zu berechnen.
Auslöser für die bevorstehenden Beitragserhöhungen sind die Nachwirkungen der globalen Finanzkrise: Finanz- und Wirtschaftskrise haben zu einer Niedrigzinspolitik der Notenbanken geführt. Die Versicherer stehen vor dem Problem, mit ihren gebildeten Rücklagen keine ausreichende Verzinsung erzielen zu können. Um die Zinsverluste ausgleichen zu können, müssen die Beiträge angehoben werden. Laut der „Financial Times Deutschland“ (FTD) sollen die Beiträge der PKV-Tarife je nach Versicherer um ca. 6 bis 8 Prozent steigen.
So mancher Interessent, der mit dem Gedanken gespielt hat, von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung zu wechseln, wird sich jetzt die Frage stellen, ob ein Wechsel überhaupt empfehlenswert ist. Diesbezüglich muss gesagt werden, dass man sich vor einem Versicherungswechsel nicht zu fürchten braucht. Zwar mögen die Beiträge in der privaten Krankenversicherung anziehen, dennoch sind die meisten Wechsler in der PKV günstiger versichert. Abgesehen davon haben die Träger der gesetzlichen Krankenversicherung mit ganz anderen finanziellen Problemen zu kämpfen. Rücklagen, die eine Verzinsung ermöglichen würden, existieren gar nicht. Außerdem herrscht in der gesetzlichen Krankenversicherung ein deutlich höherer Kostendruck vor. Dementsprechend sollte man sich vom Anstieg der PKV-Beiträge nicht abschrecken lassen. Gerade langfristig ist man in der PKV günstiger versichert - ganz abgesehen davon, dass auch noch die Möglichkeit besteht, einen umfassenderen Versicherungsschutz zu erlangen.
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