Viele plagen Zweifel bei der Finanzplanung
35 Prozent der Deutschen stellen ihre eigene Anlage- und Vorsorgestrategie infrage und sind fest davon überzeugt, dass sich die Finanzplanung durchaus noch optimieren lässt. Insbesondere Haushalte mit einem Nettoeinkommen von unter 2.000 Euro und jüngere Menschen zweifeln, ob sie in den Bereichen Geldanlage, Altersvorsorge und Versicherungen bislang auch wirklich alles richtig gemacht haben. Das geht aus einer Forsa-Studie im Auftrag des Finanzdienstleisters AWD hervor, für die 1.000 Bundesbürger im Alter von 18 bis 50 Jahren befragt wurden.
Béla Anda, Chief Communication Officer des AWD, spricht angesichts der Umfrageergebnisse von reichlich Verbesserungspotenzial. „Immer noch verzichten viele Menschen in Deutschland auf finanzielle Zuschüsse vom Fiskus oder vom Arbeitgeber und verschenken so viel Geld“, heißt es dazu in der Pressemitteilung des Unternehmens. Eine der markantesten Schwachstellen sehen die Experten darin, dass staatliche Förderungen, zum Beispiel bei der Riester-Rente, nicht voll ausgeschöpft werden. Zudem würden viele Optionen zur nachhaltigen Geldanlage einfach ausgelassen. Als Ursache dafür nennt der AWD schlicht Unwissenheit.
Geht es um die Präferenzen der Deutschen, wie sie ihr Geld im kommenden Jahr anlegen wollen, zeigt die Forsa-Umfrage einen relativ klaren Trend Richtung sichere und klassische Produkte. Der Bausparvertrag steht mit 37 Prozent ganz vorn auf der Wunschliste, gefolgt von der privaten Rentenversicherung (35 Prozent), festverzinslichen Wertpapieren (32 Prozent) sowie Aktien und/oder Fonds (28 Prozent). Etwas in der Gunst der Bürger nachgelassen hat die Lebensversicherung. Sie kommt nur noch auf eine Quote von 25 Prozent. Eher im Mittelfeld angesiedelt ist die Riester-Rente: Für diese Form der staatlich geförderten Altersvorsorge würden sich 29 Prozent der Befragten entscheiden. Die Rürup-Rente kommt lediglich auf zehn Prozent.
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