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Montag, Februar 11, 2008

Von Fremdwährungsfinanzierung wird abgeraten

In Schweizer Franken vermittelt derzeit eine prominente deutsche Bank zukünftigen Eigenheimbesitzern ein Immobiliendarlehen. Schmackhaft gemacht wird das Angebot unter anderem mit Hilfe der angeblich stabilen Währung und dem niedrigen Schweizer Zinsniveau. Faktisch betrachtet sind allerdings die Zinsen in der Schweiz in den letzten Jahren unter denen der Eurozone und die Entwicklung verlief auch nur in vergleichbarer Weise. Ein Problem birgt die Offerte zudem, schließlich ist das Darlehen mit variablen Zinsen, das bedeutet, dass es dem Kreditnehmer unmöglich ist, sich die niedrigen Schweizer Zinsen jahrelang zu sichern.

Der in Schweizer Franken aufgenommene Kredit wird dem Kreditnehmer in Euros ausgezahlt sowie auch Zins und Tilgung. Die angeblich günstige Finanzierung kann sich jedoch im Handumdrehen in eine kostspielige umwandeln, sollten die Zinsen in der Schweiz steigen oder die Franken den Euro einiges an Wert übertreffen. Um den Kredit dann zurück zu zahlen, hat der Kreditnehmer mehr aufzuwenden, als ursprünglich angedacht. Im schlimmsten Fall könnte dieses Geld nicht einmal als Notreserve vorhanden sein. Es kann aber auch der glücklichere Fall eintreten, dass der Kurs der Franken sich verringert. Derartige Darlehen stellen also immer ein gewisses Risiko dar, da es ziemlich unvorhersehbar ist, in welche Richtung sich das Zinsniveau beziehungsweise der Wechselkurs entwickelt. Aus diesem Grunde sind sie auch vollkommen ungeeignet, um eine solide Baufinanzierung zu unterstützen.

Posted by Saskia on 02/11 at 08:49 AM
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