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Freitag, Mai 30, 2008

Vor allem Gering- und Normalverdiener nutzen die Riester-Rente

Wer nutzt die Riester-Rente? Das wollte die Linksfraktion im Bundestag wissen und stellte eine entsprechende Anfrage. Die Antwort der Bundesregierung belegt, dass man auf dem richtigen Weg ist und vor allem Geringverdiener dazu animieren konnte, sich für die private Altersvorsorge zu engagieren. Immerhin zwei von drei Riester-Verträgen wurden im Jahr 2006 von Personen abgeschlossen, deren Einkommen als gering oder normal eingestuft wird, sprich maximal 30.000 Euro im Jahr beträgt.

Aufgeschlüsselt nach dem Jahresbruttoeinkommen ergibt sich folgendes Bild:

  • bis 10.000 Euro Jahreseinkommen: 19,2 Prozent
  • 10.000 bis 20.000 Euro Jahreseinkommen: 23,5 Prozent
  • 20.000 bis 30.000 Euro Jahreseinkommen: 22,4 Prozent
  • 40.000 bis 50.000 Euro Jahreseinkommen: 8,6 Prozent
  • über 50.000 Euro Jahreseinkommen: 9,9 Prozent

  In der Mitteilung der Bundespressestelle heißt es hierzu: „Die Bundesregierung sieht sich darin bestätigt, dass die Riester-Förderung auch von Haushalten mit geringem Einkommen genutzt wird.“  Insgesamt wurden nach Angaben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales bislang rund 10,8 Millionen Verträge über eine private Rentenversicherung nach Riester abgeschlossen. Die Tendenz sei weiterhin steigend, heißt es aus Berlin. Allerdings mit leichten Abstrichen, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft meldet. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ging die Zahl der neu abgeschossenen Riester-Verträge um 5,6 Prozent zurück. 457.400 Mal wurde in diesem Zeitraum eine private Rentenpolice unterschrieben. Als besonders begehrt erweisen sich aktuell die Riester-Fondssparpläne. In den vergangenen zwölf Monaten haben sich 700.000 Kunden für diese Variante entschieden, so der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI).

Neben der privaten zählt die betriebliche Altersvorsorge zu den wichtigsten Säulen, um im Alter finanziell gut gestellt zu sein. Sehr erfreut zeigt man sich seitens der Regierung deshalb auch über die Entwicklung in diesem Bereich, der sich dank der steuerlichen Förderung vor allem in Branchen mit überproportional vielen Geringverdienern ausgebreitet habe. Im Durchschnitt bestehe bei über 50 Prozent der Unternehmen Anspruch auf eine Betriebsrente.

Posted by Andre on 05/30 at 11:03 AM
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