Vorsicht bei Immobiliendarlehen mit Tilgungsaussetzung
Die kommenden Wochen sind für Kreditinstitute, Bausparkassen und Versicherungsunternehmen, die im Bereich der Immobilienfinanzierung aktiv sind, sehr wichtig. Immerhin gilt die Ferienzeit als beendet und ein Großteil potentieller Immobilienkäufer und Bauherren, wird sich in nächster Zeit über seine Möglichkeiten erkundigen. Somit ist es nicht gerade verwunderlich, dass die Kreditinstitute ordentlich in der Werbetrommel rühren und auf ihre Produkte aufmerksam machen.
In den vergangenen Tagen wurden etliche Pressemitteilungen veröffentlicht, in denen zunehmend häufiger Finanzierungsprodukte angepriesen werden, die eine so genannte Tilgungsaussetzung vorsehen. Entsprechende Finanzierungslösungen sind relativ simpel aufgebaut: Anstatt das Immobiliendarlehen zu tilgen, bespart der Darlehensnehmer entweder einen Bausparvertrag oder er zahlt den Tilgungsanteil in eine Lebensversicherung ein. Die Anbieter werben mit zusätzlichen Leistungen, die aus diesem Darlehenskonstrukten resultieren, wie zum Beispiel Zinssicherheit und Rendite.
Allerdings gilt es bei diesen Angeboten vorsichtig zu sein. Leider ist es nämlich so, dass man als Verbraucher nur bedingt von diesen Leistungen profitieren kann. Denn wer benötigt schon einen Bausparvertrag, wenn er gerade eine Immobilie finanziert? Und eine Lebensversicherung ist auch nicht zwingend erforderlich - wenn man seine Familie absichern möchte, bietet sich die Risikolebensversicherung an, die wesentlich günstiger ist.
In erster Linie sind diese Anbieter nämlich nur auf eines aus: Zusätzliche Provisionen, die sich durch den Abschluss dieser Produkte verdienen lassen. Deshalb gilt es genau zu rechnen und mehrere Finanzierungsangebote miteinander zu vergleichen – somit lässt sich immer noch am meisten Geld sparen.
