Was geht grad an der deutschen Börse?
Vermögen bilden, spekulieren oder zocken… Was geht grad an der deutschen Börse?
Man nennt sie seit Jahren Analysten und ihre ‘Handlanger’ sind schließlich Vermögensberater oder ebensolche -verwalter. Lässt man deren jüngste Empfehlungen auf sich wirken, gilt als das Wort der Experten, “von der Seitenlinie aus abzuwarten, bis die großen Risiken kalkulierbar werden”, die mit der Finanz- und Wirtschaftskrise verbunden waren und es immer noch sind.
Wer nun auf der Reserve-Bank wartet, spielt dann zunächst nicht mit und kann dann auch kaum Vermögen verlieren; verpasst wird dann aber auch die Chance auf irgendwelche oder tatsächlich kräftige Kursgewinne. Folgt man den Grundsätzen und traditionellen Spielregeln an der Börse, zahlt es sich aus, sich antizyklisch und damit gegen die Mehrheit anderer zu verhalten. Die Folge wäre: Aktien kaufen, wenn sie bei ansonsten geringer Nachfrage günstig sind. Sie zu verkaufen, wenn sie aufgrund hoher Nachfrage teuer gehandelt werden, wäre der Umkehrschluss..
Klar, dass an der Wall Street viele Anleger zum Jahresauftakt antizyklisch agierten. Nur dadurch konnte der Dow Jones am ersten Handelstag in 2009 gleich um 258 Punkte oder fast 3 Prozent zulegen. Damit wurde auf der Basis ‘Tagesschlusskurs’ erstmals seit Anfang November wieder die psychologische wichtige Marke von 9000 Punkten überschritten.
Mit Citigroup, Alcoa und General Motors waren vor allem Umsätze mit Aktien gefragt, welche im letzten Jahr drastische Kursverluste verzeichnen mussten. Bei weiterhin freundlicher Stimmung im Laufe des Januar - wenn es in Mitteleuropa so richtig winterlich frostig ist -, steht dem Trend zurück zu 10000 Punkten nur wenig im Wege.
In der ersten Woche 2009 wurden am deutschen Aktienmarkt ebenfalls kräftige Kursgewinne verzeichnet. Der DAX konnte bereits in der Nach-Weihnachts-Woche um über 7,4 Prozent zulegen und erreichte fast die psychologisch wichtige Marke von 5000 Punkten.
Bei den führenden Indizes waren vor allem Aktien gefragt, deren Umsätze in den vergangenen Monaten überproportional einbrachen. Da blieben auch die oftmals gescholtenen Immobilienwerte mit im Rennen.
