Weiterverkauf von Darlehen – Abmahnung durch den Bundesverband der Verbraucherzentralen
Das Thema Darlehensverkauf scheint einfach kein Ende nehmen zu wollen. Wie ich leider erst heute zu hören bekam, hat der Bundesverband der Verbraucherzentralen vor knapp zwei Wochen den Schritt gewagt, mehrere Banken abzumahnen, die sich mit in ihren Darlehensverträgen sozusagen einen Freibrief verschaffen, ihre Darlehen problemlos an andere Geldinstitute weiterverkaufen zu dürfen – ganz egal ob es sich dabei um notleidende Darlehen handelt oder nicht.
Die Abmahnschreiben wurden den folgenden Banken zugestellt: Baden-Württembergische Bank (BW-Bank), Deutsche Kreditbank (DKB), ING-Diba, Westdeutsche Immobilienbank (Westimmo) und die Volksbank Allgäu-West. Wenn man einmal von der Volksbank Allgäu-West absieht, so ist festzustellen, dass es sich bei den besagten Banken ausnahmslos um Direktbanken handelt – und zwar nicht irgendwelche Direktbanken, sondern um die Marktführer.
Für die betroffenen Banken ist das natürlich keine besonders gute Publicity. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass jetzt doch so einige Interessenten aufgeschreckt werden und ernsthaft darüber nachdenken, sich eventuell doch für eine regionale Bank zu entscheiden. Zwar befindet sich das Thema schon seit längerer Zeit in aller Munde – doch konkrete Banknamen wurden bisher nur äußerst selten genannt.
Aufgrund der aktuellen Entwicklung könnte es tatsächlich soweit kommen, dass die Banken reagieren und ihre Darlehensverträge anpassen. Für alle angehenden Darlehensnehmer sind das auf jeden Fall gute Nachrichten. Einige Darlehensnehmer werden dann sicherlich besser schlafen können, weil sie dann die Gewissheit haben, dass ihre Darlehen nicht weiterverkauft werden und keine willkürlichen Zwangversteigerungsverfahren eröffnet werden können.
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