Wenn geerbte Immobilien zum Finanzproblem werden
Aus finanzieller Sicht scheint es zunächst sehr erfreulich zu sein, wenn man eine Immobilie geerbt hat. Allerdings hat man es mit solchen Immobilien gar nicht immer so leicht. Die „Berliner Morgenpost“ hat zu diesem Thema einen äußerst interessanten Beitrag veröffentlicht, der an dieser Stelle aufgegriffen werden soll.
Im Kern sagt der Beitrag aus, dass geerbte Immobilien gewisse Risiken bergen können – besonders finanzielle Risiken. Viele Erben sehen in einer Immobilie zunächst einen hohen Wert. Was oftmals außer Acht gelassen wird sind die hohen Nebenkosten, die einige Objekte mit sich bringen. Besonders wenn es sich um ältere Bestandsobjekte handelt, kann der Unterhalt schnell teuer werden. Gerade wenn die Eigennutzung nicht interessant ist und man weder Käufer noch Mieter findet, besteht die Gefahr, dass solch eine Immobilie zur ernsthaften Belastung heranwächst.
Die meisten Haushalte dürften aber dennoch mit der Situation zurechtkommen, sofern ein entsprechendes Einkommen vorhanden ist. Anders sieht es aus, wenn nicht nur Immobilienvermögen geerbt wird, sondern dieses an Verbindlichkeiten gekoppelt ist. In solchen Fällen sollte man sich nicht zu früh über das Erbe freuen und es antreten: Unter Umständen droht die Erbschaft zu einem finanziellen Fiasko zu werden. Gerade wenn die Schulden noch relativ hoch bemessen sind kann es schnell vorkommen, dass die Immobilie überhaupt nicht rentabel ist und im Endeffekt nichts als hohe Kosten verursacht.
Zur Annahme eines Erbes kann verständlicherweise niemand gezwungen werden. Jede Person hat das Recht, ein Erbe auszuschlagen. Dies mag einem zwar nicht immer leicht fallen, doch wenn die Zahlen auf dem Papier dafür sprechen, ist es meist besser, diesen Weg zu gehen, anstatt sich in finanzielles Unheil zu stürzen.
