Wer seine Siesta macht, lebt gesünder!
Ruhe ist wichtig, um seinen Stress abbauen zu können und wieder leistungsfähiger zu sein. Die Bewohner südlicher gelegener Länder haben es uns lange vorgemacht. Und es inzwischen selbst vielerorts abgeschafft. Leider, kann man hier nur sagen. Denn das Geheimnis der Siesta ist nun entschlüsselt. Die NASA - National Aeronautics and Space Administration, welches die zivile Bundesbehörde für Luft- und Raumfahrt der USA ist – hat eine Studie erstellt. Dabei wurde herausgefunden, dass die Reaktionsfähigkeit und die Konzentrationsfähigkeit von Piloten durch eine „Siesta“ erheblich gesteigert werden können. Ein kurzer Mittagsschlaf von 20 Minuten, verbessert die Reaktion um bis zu 16 Prozent. Die Konzentrationsfähigkeit wird gar bis zu 34 Prozent gesteigert. Auch in Griechenland haben sich Forscher der Siesta angenommen und in einem Großversuch den Mittagsschlaf unter die Lupe genommen. Bei dieser Studie, an der 20.000 Probanden teilnahmen (was eine sehr hohe Anzahl an Versuchsteilnehmern ist bei einer solchen Studie!) sollte die Wirkung des mittäglichen „Nickerchens“ auf die Gesundheit untersucht werden. Sechs Jahre lang dauerte diese groß angelegte Studie und bestätigte, was früher in mediterranen Breitengrad vorgelebt wurde, von jenen, die sich an die Siesta hielten: Das Risiko, an einer Herz-Kreislaufkrankheit zu erkranken oder gar daran zu sterben, ist durch das Einhalten des täglichen Mittagsschlafs stark vermindert. Es wurde immer viel auf die Ernährung jener Länder geschoben, auf Olivenöl und vieles andere. Dabei liegt es wohl viel an der Siesta, die so wichtig für uns Menschen zu sein scheint.
Auch Franz Lafleur, der Oberarzt des Schlaflabors am Linzer Krankenhaus der Elisabethinen bestätigt mit seiner Aussage die Erkenntnisse der Studie, dass die frühen Stunden am Nachmittag sehr gut geeignet sind für ein kurzes Schläfchen: „Wir werden müde, unkonzentriert und fehleranfälliger, unser Organismus senkt die Körpertemperatur ab - ein ähnlicher Umstellungsprozess wie in der zweiten Nachthälfte. Man könnte sagen, wir haben um diese Zeit ein natürliches Schlafbedürfnis“. Dennoch rät er zugleich von einem längeren Schlaf als dem kurzen Nickerchen ab. „Mehr als 20 bis 30 Minuten sollte man nicht schlafen, weil unser Körper dann in eine Tiefschlafphase kommt und unser Kreislauf zu sehr absinkt. Das ist kontraproduktiv, denn dann wird das Erwachen schwer, der Erholungseffekt ist nicht mehr spürbar“
Der Trend geht schon sehr lange weg von dem kurzen Schläfchen nach dem Mittagessen. Statt ein paar Minuten Schlaf wird Kaffee herangezogen zur Leistungssteigerung und das „Loch“, in das man zwischen 12 und 15 Uhr natürlicherweise fällt, wird einfach übergangen. Langsam aber kommt ein neuer Trend auf uns zu, das so genannte “Powernapping”. Gesundheitsbewusste Unternehmen gehen immer mehr darauf über, ihren Angestellten Ruhesessel oder gar Ruheräume zur Verfügung zu stellen. Im Laufe der Zeit wird sich die Leistungsverbesserung sicher auch im Unternehmensergebnis bemerkbar machen. Hoffen wir, dass noch mehr Unternehmen die Wichtigkeit der „Siesta“ und ihr Geheimnis entdecken. Der Krankenstand würde sicherlich auch merklich sinken.
