Wie sich Bauherren gegen Pfusch absichern können
Dass es zwischen Bauherren und den ausführenden Unternehmen zu Streitigkeiten kommt, ist keine Seltenheit. Um genau zu sein, geraten sogar die meisten Häuslebauer mit einem Bauunternehmen, dem Architekten oder auch mit einem Handwerksbetrieb in Streit. Teilweise geht es dabei um richtig viel Geld – und nicht selten ziehen die Bauherren am Ende den Kürzeren, weil sie sich nicht abgesichert haben und dann auch noch am kürzeren Hebel sitzen.
Prinzipiell wäre es daher ratsam, sich als Bauherr mit einer Versicherung abzusichern. Gemeint ist eine Rechtsschutzversicherung, die es gestattet, notfalls gegen die Unternehmen vor Gericht zu ziehen. Doch weil am Bau so häufig gepfuscht und vor allem auch gestritten wird, gibt es mittlerweile keinen Versicherer mehr, der einen solchen Schutz anbietet. Den Versicherern ist das Risiko schlichtweg zu groß, sodass Bauherren andere Wege finden müssen, um sich abzusichern.
Ein Patentrezept bzw. den absoluten Schutz gibt es leider nicht. Wenn ein Unternehmen seinen Aufgaben nicht nachkommt oder diese schlecht ausführt, hat der Bauherr meist das Nachsehen, da er schon bezahlt hat (oder zumindest Anzahlungen geleistet wurden) und er das Unternehmen nicht zur Nachbesserung zwingen kann. Dennoch ist es möglich sich abzusichern. Hierzu zählt vor allem das Schließen von Verträgen. Bei jedem größeren Auftrag sollte vertraglich festgehalten werden, um welche Leistungen es geht und welche Kosten damit in Verbindung stehen. Wichtig dabei: Die Leistungen und den Zeitraum der Leistungserbringungen genau festhalten und ausformulieren, damit möglichst kein Interpretationsspielraum existiert. Außerdem ist es immer gut, Zeugen zu haben, die Absprachen oder auch Missverhalten der am Bau beteiligten Unternehmen bestätigen können. Aber auch eine gezielte Auswahl der Betriebe ist wichtig: Wie die Praxis zeigt, ist es falsch, Unternehmen auf Basis der Angebotspreise auszuwählen. Häufig ist es besser, die führenden Betriebe zu wählen, auch wenn diese unter Umständen teurer sind. Zwar mögen die Kosten höher liegen, doch meist wird einfach professioneller gearbeitet.
