Wieder gefragt: Immobilien auf dem Land
Seit dem Zeitalter der Industrialisierung ist festzustellen, dass zunehmend mehr Menschen vom Land in die Städte ziehen. Die so genannte Landflucht hält nicht nur an, sondern hat in den vergangenen Jahren sogar zugenommen. Umso erstaunlicher ist es, dass innerhalb bestimmter Gesellschaftsschichten eine Trendwende zu erkennen ist. Die Financial Times Deutschland (FTD) hat in der vergangenen Woche über die Stadtflucht der Älteren berichtet. Seit einigen Jahren ist zu erkennen, dass zunehmend mehr ältere Menschen die Städte verlassen und auf das Land ziehen.
Allerdings ist die Stadtflucht der Älteren auf zwei völlig unterschiedliche Gründe zurückzuführen. Da wäre zunächst einmal die Tatsache, dass dem Leben auf dem Land eine gewisse Lebensqualität zugeschrieben wird. Vor allem finanziell Bessergestellte entscheiden sich bewusst für den Kauf einer Immobilie, die sich auf dem Land befindet, um auf diese Weise ihre Lebensqualität zu erhöhen. Es sind das Platzangebot, die Ruhe sowie die Nähe zur Natur, die immer mehr ältere Menschen dazu bringt, auf das Land zu ziehen.
Auf der anderen Seite gibt es zunehmend mehr Menschen, die sich zum Umzug auf das Land gezwungen sehen. Leider steigen die Mieten schneller als die Renten, was zur Folge hat, dass sich immer weniger Rentner in der Lage befinden, die teuren Mieten aufzubringen, die in den Städten zu entrichten sind. Sie entscheiden sich für den Umzug auf das Land, um dort günstiger wohnen zu können.
Die FTD weist darauf hin, dass vor allem der Osten Deutschlands einen vergleichsweise hohen Zulauf erfährt. Die Kombination aus Nähe zur Natur sowie niedrige Mieten verleitet immer mehr Rentner dazu, auf das Land zu ziehen. Aufgrund des anhaltend Mietpreisanstiegs gehen Immobilienexperten davon aus, dass sich dieser Trend in den kommenden Jahren fortsetzen wird.
