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Freitag, Februar 12, 2010

Winterwetter bremst viele Baustellen aus

Die Zeiten, in denen Bauvorhaben ausschließlich im Sommer bzw. während der warmen Jahreszeit realisiert wurden, sind längst vorbei. Der technische Fortschritt hat dazu beitragen, dass heutzutage auch zur Winterzeit bzw. bei niedrigen Temperaturen problemlos am Bau gearbeitet werden kann. Solange es nicht zu kalt wird, kann trotzdem gearbeitet werden, da Beton, Gips etc. trotzdem trocknen. Aus diesem Grund gehen zunehmend mehr Bauherren dazu über, den Traum vom Eigenheim im Winter zu realisieren. Nicht selten liegt der Baubeginn im November, damit das Gebäude gegen Ende des Frühjahrs fertiggestellt ist. Vor allem weil die Bauunternehmen während der Wintermonate nicht so gut ausgelastet sind und deshalb mit attraktiveren Konditionen aufwarten, wird zunehmend häufiger auf diese Weise verfahren.

Doch bei zu schlechtem Wetter bzw. bei sehr niedrigen Temperaturen und dauerhaften Schneefall oder Regen stockt ein Winter-Bauvorhaben unweigerlich. Dies ist derzeit an zahlreichen Baustellen zu erkennen: Aufgrund der schlechten Wetterbedingungen sind etliche Baustellen regelrecht eingefroren. In einigen Regionen finden sich Baustellen, auf denen bereits seit Mitte Dezember nicht mehr gearbeitet wurde. Die ausführenden Unternehmen hoffen auf besseres Wetter, damit die Arbeiten an den Rohbauten fortgesetzt werden können.

Solch lange Zwangspausen sind alles andere als erfreulich – und zwar nicht nur, weil sich der spätere Einzug verzögert. Auch finanziell kann sich die Verzögerung am Bau deutlich auswirken. Nicht selten haben die Bauherren bereits größere Teile ihrer Immobiliendarlehen abgerufen, woraus eine Zinsbelastung resultiert. Gleichzeitig droht die Gefahr, dass die bereitstellungszinsfreie Zeit überschritten wird und somit für den nicht abgerufenen Darlehensteil ebenfalls Zinsen fällig werden. Eine längere Mietbelastung ist ebenfalls die Folge.

Die Bauherren können deshalb nur auf einen raschen Wetterumschwung hoffen, der für möglichst lange Zeit anhält, damit zumindest ein Teil der verloren gegangenen Zeit wieder eingeholt werden kann.

Posted by Jochen on 02/12 at 11:25 AM
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