Wohn-Riester Finanzierungen stets genau kalkulieren
Um den Wohn-Riester ist es äußerst ruhig geworden: Nur noch selten wird über diese Form der Förderung zum Erwerb von Eigenheimen berichtet. Dies mag unter anderem daran liegen, dass sich das Interesse der Verbraucher stark in Grenzen hält. Wie „Focus Online“ unter Berufung auf ein Immobilienportal schreibt, können sich gerade einmal 5 Prozent der Bürger für diese Form der Baufinanzierung erwärmen. Was besonders abschreckt ist die Tatsache, die erhaltene Riester-Förderung nach dem Eintritt in das Rentenalter nachträglich versteuern zu müssen – man spricht auch von der nachgelagerten Besteuerung.
Dennoch kann es sich lohnen, diesen Weg der Immobilienfinanzierung zu wählen. Letztendlich kommt es stets auf den Einzelfall bzw. auf die Gestaltung der Finanzierung an. Wie Verbraucherschützer errechnet haben, kann es sogar äußerst lohneswert sein, auf den Wohn-Riester zu setzen.
Grund ist die staatliche Förderung, die eine vergleichsweise rasche Tilgung erlaubt. Gegenüber einer klassischen Finanzierung via Annuitätendarlehen kann eine schnellere Rückzahlung erzielt werden – im Optimalfall ist man mit dem Tilgen mehrere Jahre früher fertig. Allerdings gilt es in der Anschlusszeit noch Rücklagen für die nachgelagerte Besteuerung zu bilden, weshalb die finanzielle Belastung vorerst nicht abreißt. Doch auch dann lässt sich immer noch ein finanzieller Vorteil erzielen, der sich auf mehrere tausend Euro belaufen kann und häufig im fünfstelligen Bereich liegt.
Damit die Wohn-Riester Finanzierung aufgeht, gilt es das Vorhaben im Vorfeld exakt abzustimmen. Außerdem darf ein Vergleich mit anderen Finanzierungsformen nicht fehlen, damit letztlich ersichtlich wird, ob sich dieser Weg lohnt oder ob man doch besser auf eine klassische Finanzierungsvariante setzt.
