Wohneigentum im Alter erwerben und sicher finanzieren
In meinem gestrigen Beitrag wurde aufgezeigt, welch hohe Bedeutung dem Eigenheim im Rahmen der privaten Altersvorsorge zukommt: Wer eine eigene Immobilie besitzt, muss im Alter keine Miete zahlen, so dass von der Rente einfach mehr übrig bleibt. Aufgrund der Vorteile, die das Eigenheim mit sich bringt, ist das Interesse sehr groß – vor allem bei älteren Menschen bzw. bei der so genannten „Generation 50 Plus“ ist das Interesse am Eigenheim sehr groß. Allerdings sind viele Interessenten sehr zurückhaltend: Häufig trauen sie sich den Erwerb eines Eigenheims aufgrund ihres Alters nicht mehr zu.
Dennoch sollte man sich diese Idee nicht gleich wieder aus dem Kopf schlagen. Wer nur noch vergleichsweise wenige Jahre bis zum Eintritt in den Ruhestand vor sich hat, der verdient in der Regel vergleichsweise gut: Zu diesem Zeitpunkt fallen die Einkommen mit Abstand am höchsten aus. Daher bietet sich sehr wohl die Möglichkeit, immer noch den Traum von der eigenen Immobilie zu verwirklichen. Wichtig ist nur, dass man auf ein solides Finanzierungskonzept setzt.
Beim vergleichsweise späten Start in das Eigenheim, kommt vor allem der Tilgung eine hohe Bedeutung zu: Weil einem nicht mehr so viele Jahre bleiben (der Großteil des Darlehens sollte bereits vor dem Eintritt in den Ruhestand zurückgezahlt sein) um die Restschuld zu tilgen, gilt es eine relativ hohe Tilgung zu vereinbaren. Anders als zum Beispiel junge Familien kommen Tilgungssätze von einem Prozent nicht in Frage. Aufgrund des guten Einkommens kann wesentlich höher und somit auch schneller getilgt werden.
Im Rahmen der Finanzierung ist zu beachten, dass das Darlehen flexibel ist, insbesondere wenn der Eintritt in den Ruhestand erfolgt und plötzlich die Lohn- oder Gehaltszahlungen durch die Rente ersetzt werden. Weil es meist zu einer Einkommensreduzierung kommt, sollte die Möglichkeit bestehen, die Finanzierung bzw. die Tilgung anzupassen, damit man weiterhin über einen ausreichenden finanziellen Spielraum verfügt.
