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Donnerstag, Mai 29, 2008

Zu viel Bürokratie beim Wohn-Riester

Das Konzept der Riester-Rente mit all seinen Feinheiten ist den meisten nach wie vor ein Rätsel. Sie wissen, dass sie einen Teil ihres Gehaltes sparen müssen, um die staatliche Zulage zu erhalten. Beides zusammen ergibt die private Rentenversicherung nach Riester. Viel mehr wollen die Nutznießer auch gar nicht wissen. Schon der Antrag auf die Zuschüsse ist vielen zu kompliziert und kann nur mit Hilfe der Bank oder Versicherung ausgefüllt werden. Wenn die Riesterrente jetzt auch zur Finanzierung selbst genutzter Immobilien verwendet werden darf, als so genannter Wohnriester, kommt noch mehr Bürokratie auf die Kunden zu. Das kritisiert vor allem der Bund der Steuerzahler.

In einer Stellungnahme betont der Steuerzahlerbund, dass es zwar grundsätzlich richtig sei, auch Immobilien für den Eigenbedarf in die Förderung aufzunehmen. Der hohe bürokratische Aufwand sorge jedoch dafür, dass die Pläne der Regierung den Bürgern kaum mehr vermittelt werden könnten. Die Idee hinter dem Wohnriester ist, dass ein Teil oder das komplette Kapital aus dem Riester-Vertrag in den Kauf oder die Entschuldung einer Immobilie fließen darf. Das Problem, auf das die Experten dabei hinweisen, ist die spätere Steuerbelastung, die heute noch nicht abgeschätzt werden könne und absolut ungewiss sei. Solange in die Riester-Rente eingezahlt wird, sind die Beträge steuerfrei. Erst, wenn die Auszahlungsphase beginnt, hält der Staat die Hand auf und verlangt abhängig von der persönlichen Situation des Einzelnen Steuern.

Um überhaupt den Überblick zu behalten, müsse ein fiktives Wohnförderkonto eingerichtet werden, das die geförderten Beträge und Zulage ausweise, die erst verzinst und nachgelagert versteuert werden. Da niemand den zukünftigen Steuersatz voraussagen könne, sei eine verlässliche Planung unmöglich. Kritik am Wohn-Riester, insbesondere der Strafbesteuerung, sollte die Immobilie binnen einer Frist von zehn Jahren verkauft und das Geld nicht in neues Wohneigentum investiert werden, üben die Spitzenverbände von Handwerk, Handel und Industrie. Sie verlangen in erster Linie, dass auch vermietete Objekte gefördert werden sollen.

Posted by Andre on 05/29 at 12:04 PM
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