Zusatzdienste sind gefragter Mehrwert
Verbraucher erwarten von ihrer Versicherung inzwischen deutlich mehr als nur eine Summe x im Schadensfall. Das Zauberwort, mit dem die Assekuranzen bei vielen Kunden und Interessenten punkten können, lautet Zusatzleistungen – insbesondere in den Bereichen Gesundheit und Pflege. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Mehrwerte in der Assekuranz durch Assistance-Leistungen 2011“, für die das Marktforschungs- und Beratungsinstitut YouGovPsychonomics über 2.000 Finanzentscheider ab 25 Jahren befragt hat.
Erwartet werden in erster Linie Service-, Hilfe- und Dienstleistungen. Jeder vierte Umfrageteilnehmer hat derlei Assistance-Leistungen schon in Anspruch genommen. Mehr noch: Geht es um die Auswahl einer Police, fiel die Entscheidung bei rund der Hälfte der Befragten bereits zugunsten des Vertrages mit den besseren Serviceleistungen aus. Marcus Hansen, Vorstand der Deutschen Assistance Versicherung, sieht diesbezüglich einen klaren Trend, von dem auch die Branche profitieren kann: „Assistance-Leistungen bieten den Kunden besondere Mehrwerte rund um die Kernleistung Leistungs- und Schadenregulierung, die sowohl die Kundenbindung als auch den Produktnutzen steigern.“
Dass viele Kunden auf der anderen Seite ein wenig skeptisch sind und fürchten, fremdbestimmt zu werden, ist durchaus nachvollziehbar. Dafür ist die Bereitschaft, sich helfen zu lassen, wenn Fachwissen oder spezielle Kenntnisse nötig sind, umso größer – zum Beispiel bei der Beantragung einer Pflegestufe und der Suche nach Fachärzten oder Reha-Einrichtungen. Diese Leistungen bergen auch aus Sicht der Makler, die parallel zu dem Thema befragt wurde, ein enormes Wachstumspotenzial. Dass derzeit noch keine großartigen Erfolge im Vertrieb zu verzeichnen sind, liegt daran, dass sich die Makler nur schlecht über die Assistance-Leistungen informiert fühlen. Sie wünschen sich in dieser Hinsicht mehr Unterstützung und (Produkt-)Informationen von den Versicherungsgesellschaften.
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